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Das kleine Craftbeer 1x1

Die Craftbeer-Vielfalt ist eine ganze Welt für sich. Die mit all ihren Besonderheiten auf eine große geschmackliche Entdeckungsreise einlädt. Wer jedoch zum ersten Mal mit diesem Thema konfrontiert wird, trifft auf zahlreiche Fachbegriffe, unter denen man sich überhaupt nichts vorstellen kann. Damit Sie für Ihren nächsten Craftbeer-Genuss bestens informiert sind und die wichtigsten Bezeichnungen kennen, haben wir ein kleines Craftbeer-Lexikon für Sie zusammengestellt.

Ale

Österreich und Deutschland hat diese Bewegung erst gegen 2011 erreicht und inspiriert viele weitere kleine und unabhängige Privatbrauereien dazu, Teil der „Craftbeer Revolution“ zu sein und geschmacklich alte Muster aufzuberechen, während traditionelle Handwerkstechniken wieder in den Vordergrund gerückt werden. Der grundlegende Leitsatz lautet dabei: „Small, independent, traditional“. Dieser Grundgedanke weckt seit Jahren ein wachsendes Interesse, welches mit der Rückbesinnung auf lokale und kleine Produzenten einhergeht.

Aromahopfen

sind Hopfensorten, die dem Bier seinen komplexen Geschmack verleihen. Am besten vertraut ist uns der Bitterhopfen in den klassischen Bier-Kreationen, der für eine typische Bitternote sorgt. Mittlerweile werden allerdings viele weitere, meist etwas teurere Sorten gezüchtet, die in der Craftbeer-Produktion großen Anklang finden. Dazu zählt zum Beispiel Saphir, Fuggles, Cascade oder Lemondrop.

Bierstil

Bier besteht zwar grundsätzlich immer aus den vier Grundzutaten: Hopfen, Wasser, Hefe und Malz – jedoch ermöglichen die verschiedenen Fertigungsmethoden eine Vielzahl an verschiedenen Bierarten wie zum Beispiel Weißbier oder Pils. In der Craftbeer-Szene bezeichnet man die verschiedenen Arten als „Bierstile“. Die bekanntesten und beliebtesten Bierstile wie IPA stammen meist aus den USA, dem Herkunftsland der Craftbeer-Bewegung, jedoch überzeugen die Kreationen aus Österreich auch immer häufiger bei internationalen Wettbewerben und räumen eine beachtliche Anzahl an Preisen ab.

Hopfengestopft

Also hopfengestopft oder auch als kaltgestopft bezeichnet man eine Biersorte, bei der nach dem eigentlichen Brauprozess zusätzlicher Hopfen in die bereits erkaltete Flüssigkeit hinzugegeben wird. Für dieses besondere Finish werden meist exklusivere und intensive Hopfensorten eingesetzt. Durch diese Methode erhält das Craftbeer  ein noch intensiveres und charakteristisches Hopfenaroma.

IPA

IPA ist die Abkürzung für India Pale Ale. Seinen Ursprung hat dieser traditionelle Bierstil in Großbritannien. Zur Zeit des Kolonialismus wurde das Bier extra stark eingebraut, um es für den weiten Übersee-Transport nach Indien haltbar zu machen. Eigentlich sollte es anschließend wieder mit Wasser verdünnt werden. Jedoch fanden die Leute Gefallen am herben Geschmack und dem erhöhten Alkoholgehalt des Hopfengetränks, weshalb es sich in seiner Ursprungsform durchsetzen konnte. Das Indian Pale Ale ist in der Craftbeer-Szene mit Abstand der beliebteste Bierstil. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass das Craftbeer als Gegenbewegung zu den wässrigen Billigbiersorten der amerikanischen Massenproduktion entstand.

Porter

Das Porter ist ein weiterer Bierstil, der seinen Ursprung in der industriellen Revolution findet. Der technische Aufschwung und die steigende Produktivität in Großbritannien erforderten eine erhöhte Arbeitsleitung. Um den Arbeitern bei ihren kräfteraubenden Tätigkeiten unter die Arme zu greifen, wurde eine Biersorte entwickelt, die besonders nährstoffreich ist. So entstand auch die Bezeichnung „Porter“, die aus dem Englischen übersetzt „Lastenträger“ bedeutet. Das Porter ist ein dunkles, obergäriges Starkbier mit einem malzigen und röstmalzbetonten Geschmack.

Stout

Sie lieben dunkles Bier mit starker Malznote? Dann ist das Stout genau das Richtige für Sie! Bei dieser Rezeptur wird das Gerstenmalz besonders stark geröstet, was diesem Bierstil seinen typischen Geschmack verleiht. Vergleichbar ist der Geschmack etwas mit dem irischen Bestseller „Guinness“. Das Stout ist die perfekte Basis für extravagante Bierkreationen mit Kaffee oder Schokolade, da es sich bestens mit weiteren Aromen kombinieren lässt.